Nie wieder! – Jedenfalls nicht gleich. Würzburg und der 16. März 1945

Ein Rundgang zu den Toten, Davongekommenen und Ruinen, zu Schuld und Verdrängung, Erinnerung und Einsichten

Luftbild von der zerstörten Innenstadt von Würzburg, aufgenommen nach dem 16. März 1945
Würzburgs Innenstadt 1945. (Foto: US Air Force)

Die Würzburgerinnen und Würzburg glaubten in den letzten Kriegsmonaten, sie und ihre Stadt kämen heil davon nach dem Unheil, das sie im Verein mit ihren nicht-jüdischen und nazistischen Landsleuten über die Welt gebracht hatten.

Sie irrten.

Dem Psy War Leaflet Archive zufolge hat die Royal Air Force am 6. und 7. Mai 1941 rund 400.000 Exemplare dieses Flugblatts über Deutschland abgeworfen. Den Balken übers furchtbar entstellte Gesicht des Kindes habe ich gelegt, um das Triggern von Betrachter:innen zu vermeiden. (Abbildung: Psy War Leaflet Archive)

Welchen Anteil hatte Würzburg an seinem Untergang? Was passierte an diesem 16. März 1945 und welche Lehren haben Würzburger:innen in den vergangenen Jahrzehnten daraus gezogen?

  • Ich stelle Würzburgs Weg in den Nationalsozialismus vor und
  • berichte von Überlebenden,
  • beschreibe die Zerstörungen,
  • erzähle, wie das offizielle Würzburg sich selbst betrauerte und
  • die Ursachen der Zerstörung verdrängte und
  • wie eine pazifistische Bewegung wuchs,
  • die die Erinnerungskultur in der Stadt veränderte.

Termine 2020

Dienstag, 10. März und
Freitag, 13. März.

Start: 19:30 Uhr vor der Mozartschule in der Hofstraße (gegenüber vom Eiscafé Casa, Hofstraße 18).

Dauer: 90 Minuten

Preis: 8 Euro. Leute mit geringem oder ohne Einkommen zahlen nach ihren Möglichkeiten. Keine Erklärungen nötig.

schreibdasauf.info

Der Titel der Führung „Nie wieder! – Jedenfalls nicht gleich“ ist inspiriert von Günter Kunerts Gedicht Über einige Davongekommene:

Als der Mensch
unter den Trümmern
seines
bombardierten Hauses
hervorgezogen wurde,
schüttelte er sich
und sagte:
Nie wieder.

Jedenfalls nicht gleich.

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